Berlin | Warnung 14.06.2017

Blaualgen haben Hund vergiftet

Ein Obduktionsbericht hat bestätigt, dass die Intoxikation mit dem vom Blaualgen abgesonderten Gift Anatoxin A die Todesursache eines in Berlin verendeten Hundes ist. Das Tier hatte im Tegeler See gebadet.

 - 
Foto: Christian Müller - Fotolia.com

In den letzten Wochen sorgten 14 Todesfälle von Hunden am Tegeler See bei Berliner Tierbesitzern für Aufruhr. Zunächst wurden Giftköder als Ursache vermutet. Die Obduktion eines des Tiere führte allerdings auf eine andere Spur: Das Tier hatte sich an Cyanobakterien vergiftet. Diese seien laut dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) neu im Tegeler See und Toxinproduzenten. Gerade bei einer Massenvermehrung können sie die Wasserqualität stark vermindern und die Gewässernutzung deutlich einschränken. Veterniärmedizinische Vergiftungsfälle mit dem neurotoxischen Alkaloid Anatoxin A, das die Bakterien produzieren und das zu Zuckungen, Krämpfen bishin zur Atemlähmung führt, sind auch bei anderen Tierarten (z.B. Rindern und Pferden) bekannt.

Ob die weiteren Hunde ebenfalls an einer Anatoxin A-Vergiftung gestorben sind, kann nicht sicher gesagt werden. In einer Warnmeldung hat das LAGeSo darauf hingewiesen, dass im Tegler See nicht in Bereichen mit an der Wasseroberfläche sichtbaren Algenmatten gebadet werden und der Kontakt zu an Land geschwemmten Algen vermieden werden sollte. Kleinkinder sollten sich nur an ausgewiesenen Badestellen aufhalten. Auf Hunde gehen die Warnhinweise nicht ein. Halter, die auf Nummer sicher gehen wollen, sollten Ihre Tiere aber sicherheitshalber nicht mehr baden lassen.