Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift 01.07.2008

Analysis of systematic and genetic effects on the prevalence of different types of primary lens opacifications in the wildboar-colored wirehaired Dachshund

Analyse von systematischen und genetischen Effekten auf das Auftreten verschiedener Formen von primären Linsentrübungen beim saufarbenen Rauhaardackel

Summary
The aims of this study were to analyze the influence of systematic environmental effects on the prevalence of primary non-congenital cataract (CAT), fibreglass cataract in the nucleus (FCN), and prominent suture lines (PSL) and to estimate the heritabilities of these eye diseases in the wild-boar-colored wirehaired Dachshunds (WWD) bred in the German Dachshund Club 1888 e.V. (DTK). Data included 2,430 WWD born between 1995 and 2003 that were examined between 1996 and 2005 by veterinary ophthalmologists. CAT was diagnosed in 3.83 % of the 2,430 dogs, FCN in 3.74 %, and PSL in 2.76 %. Sex, size, inbreeding coefficient, the age of the dog at examination, experience of the veterinary ophthalmologist and the additive genetic effect of the animal were considered in the multivariate linear model. The age of the dog at examination had a significant influence on the prevalence of FCN. The degree of experience of the veterinary ophthalmologist significantly influenced the prevalence of FCN and PSL. Using a transformation into the Dempster-Lerner threshold model, heritability estimates (hDL 2) for WWD were hDL 2 = 0.39 ± 0.13 for CAT, hDL 2 = 0.36 ± 0.11 for FCN and hDL 2 = 0.49 ± 0.12 for PSL. Positive genetic correlations (rg) were found between CAT and FCN (rg = 0.58 ± 0.21), between PSL and FCN (rg = 0.83 ± 0.23), and between CAT and PSL (rg = 0.79 ± 0.06). The eye diseases investigated here in the Dachshund were found to be genetically influenced and positively correlated traits.


Zusammenfassung
Ziel dieser Studie war es, die Bedeutung von systematischen Effekten für das Auftreten von primärer Katarakt (CAT), Glaswollstar (FCN) und Nahtstar (PSL) der im Deutschen Teckelklub 1888 e.V. (DTK) gezüchteten Rauhaardackel aufzuzeigen und genetische Parameter für das Auftreten von Katarakt, Glaswollstar und Nahtstar im Tiermodell zu schätzen. Das zur Verfügung stehende Datenmaterial umfasste 2430 in den Jahren 1996 bis 2005 durch DOK-Tierärzte und Fachtierärzte für Ophthalmologie untersuchte saufarbene Rauhaardackel der Geburtsjahrgänge 1995–2003. In der Probandenpopulation lag die Prävalenz für primäre Katarakt bei 3,83 %, für Glaswollstar bei 3,74 % und für Nahtstar bei 2,76 %. Im multivariaten linearen Tiermodell wurden das Geschlecht, die Größenklasse, die Inzuchtkoeffizientenklasse, die Erfahrung des Tierarztes, das Alter des Tieres bei der ophthalmologischen Untersuchung sowie der additivgenetische Effekt des Tieres simultan berücksichtigt. Das Untersuchungsalter des Hundes war signifikant für das Auftreten von Glaswollstar, die Erfahrung des Tierarztes hatte einen signifikanten Einfluss auf das Auftreten von Glaswollstar und Nahtstar. Die in das Schwellenmodell transformierte Heritabilität (hDL 2) für primäre Katarakt betrug hDL 2 = 0,39 ± 0,13, für Glaswollstar hDL 2 = 0,36 ± 0,11 und Nahtstar hDL 2 = 0,49 ± 0,12. Zwischen allen drei Merkmalen wurde eine positive additiv-genetische Korrelation (rg) ermittelt. Für Nahtstar und Katarakt betrug sie rg = 0,79 ± 0,06, für Nahtstar und Glaswollstar lag sie bei rg = 0,83 ± 0,23 und für Katarakt und Glaswollstar bei rg = 0,58 ± 0,21. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass für die primäre Katarakt beim saufarbenen Rauhaardackel eine hohe Heritabilität geschätzt sowie hohe genetische Korrelationen zu Glaswollstar und Nahtstar gefunden wurden. Auch für den Glaswollstar und den Nahtstar konnte ein signifikanter genetischer Einfluss festgestellt werden.

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