Journal of Food Safety and Food Quality 01.12.2007

Immunochemical Detection of Central Nervous Tissue in Retail Meat Products Using Myelin Proteolipid Protein (PLP) as Marker

Immunchemischer Nachweis von Gewebe des zentralen Nervensystems in Fleischerzeugnissen aus dem Handel unter Verwendung von Myelin Proteolipidprotein (PLP) als Marker

Summary
A total of 152 different meat products (emulsion-type sausages, cooked sausages, fermented raw sausages) originating from local butchers shops and supermarkets were analysed for the presence of tissues from the central nervous system (CNS) by a newly developed Western blot assay using myelin proteolipid protein (PLP) as specific marker. Samples tested positive were analysed in parallel with a commercialized ELISA kit based on the detection of glial fibrillary acidic protein (GFAP). Analysing retail meat products by PL Passay, 9.9 % of the samples (15 out of 152) showed positive PLP responses. The positive findings were confirmed in five cases (3.3 %) by application of the GFAP-ELISA. With both methods, very strong signals were detected in two sausages originating from a small butcher shop. Repeated sampling and analyses of these products during a period of several months proved the initial findings indicating a systematic contamination or addition of CNS material. The detection of nearly 10 % of CNS-positive sausages demonstrates that intentional or unintentional contaminations of retail meat products are not uncommon. Overall, the PLP assay was confirmed to be a highly sensitive method for the detection of CNS in both heat-treated and raw fermented sausages. Thus it could be applied for routine and food control purposes.


Zusammenfassung
Insgesamt 152 verschiedene Fleischerzeugnisse (Roh-, Koch- und Brühwürste) aus lokalen Metzgereien und Supermärkten wurden auf das Vorkommen von zentralem Nervengewebe im Western Blot Verfahren unter der Verwendung von Myelin Proteolipidprotein (PLP) als spezifischem Marker analysiert. Positiv getestete Proben wurden zusätzlich mit einem kommerziell erhältlichen ELISA Kit analysiert, das auf dem Nachweis von saurem Gliafaserprotein basiert. Mittels des PLP Western Blot Assay war es möglich, in Referenzwurstsorten Gehalte von ≥ 0,1 % ZNS-Gewebe (Brüh-/Rohwurst) bzw. ≥ 0,2 % (Kochwurst) nachzuweisen. Die Negativkontrollen (Proben mit 0 % ZNS-Zusatz) wurden im PLP-Assay korrekt bestimmt. Zudem wurden keine falsch positiven Ergebnisse erzielt. In 9,9 % untersuchter Handelsproben (15; n = 152) wurde ZNS-Gewebe über den Nachweis von PLP detektiert. Die parallele Analyse der positiv getesteten Proben im GFAP-ELISA bestätigte die Ergebnisse in 5 Fällen. Zwei der positiv getesteten Feldproben, die beide in derselben Metzgerei erworben wurden, zeigten im PLP-Assay die stärksten Signale sowie im GFAP-ELISA die höchsten quantitativen Werte. Durch wiederholten Erwerb und Analyse dieser Produkte über einen längeren Zeitraum wurden die ersten Ergebnisse abgesichert. Dies lässt eine systematische Kontamination oder Zugabe von ZNS-Material vermuten. Der Nachweis von nahezu 10 % ZNS-positiven Wursterzeugnissen dokumentiert, dass bewusste oder unbewusste ZNS-Kontaminationen in Fleischerzeugnissen nicht ausgeschlossen werden können. Die Ergebnisse der Studie zeigen darüber hinaus, dass das neue Testverfahren sehr gut für die empfindliche Analyse von ZNS-Material in Wurstwaren geeignet ist. Somit bietet der PLP-Assay eine geeignete diagnostische Methode für den Handel zur Durchführung von Routinekontrollen als auch für die Lebensmittelüberwachung.

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