Ausland | Selbstmordgedanken 17.01.2019

Alarmierend ähnlich: Tierärztemangel und hohe Suizidrate Down Under

Ein unglücklicher Berufsstand? Auch in Austalien greift der Tierärztemangel um sich. Zudem wird die Berufsgruppe als erhöht suizidgefährdet eingestuft.

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Ein Sonnatg an der Sunshine Coast in Noosaville Queensland: Tierbesitzer, die mit ihren Vierbeinern das Animal Emergency Center aufsuchen möchten, stehen vor verschlossenen Türen. Es ist schon das zweite Mal, dass das tiermedizinische Notfallzentrum geschlossen bleibt. Der Grund: Der Dienst konnte nicht besetzt werden, es gibt keine Tierärzte.

Weltweit ähnlich
So weit entfernt und doch die gleichen Probleme: Auch am anderen Ende der Welt finden sich für Notdienste keine Tierärzte. Wie die Nachrichtenseite ABC berichtet, sind auf Jobportalen zwar viele Stellen ausgeschrieben, aber nur wenige können besetzt werden. Obwohl es ausreichend Absolventen gibt, ist es schwer geworden, Tierärzte in Jobs mit Arbeitszeiten von 60 Stunden und mehr zu vermitteln. Auch in Australien geht das nicht mehr auf: So sind die Anforderungen an den Unis hoch, aber die Gehälter für Assistenten klein.

Keinen Ausweg wissen
Besonders besorgniserregend: Nach Aussagen der ABC nehmen sich Tierärzte vier mal häufiger das Leben als andere Berufsgruppen und sind doppelt so gefährdet wie Humanmediziner und Pharmakologen. Die Berufsrealität an der Sunshine Coast scheint auch alles andere als sonnig zu sein: Lange Schichtdienste, ein hoher emotionaler Stresslevel, vorwurfsvolle Tierhalter und der ewige Streit um die Höhe der Rechnungen. Lisa-Marie Petersen W
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