Parasitologie | Hund, Katze 07.02.2018

Alte und gebarfte Tiere entwurmen?

In unserer aktuellenTierhalterbroschüre zum Thema Entwurmung sind wir auch auf die Senioren und roh gefütterten Tiere eingegangen.

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Foto: Christin Lola - stock.adobe.com

Es ist wieder soweit! Eine neue Ausgabe unserer Tierhalterbroschüren zehn Fragen und Antworten ist erschienen und kann kostenfrei bestellt werden. In diesem Heft haben wir uns einen Dauerbrenner unter Tierhaltern vorgenommen: die richige Entwurmung von Hund und Katze. Damit Sie einen Eindruck von den Fragen und Antworten bekommen, sind im Folgenden zwei exemplarisch herausgestellt:

Muss ich auch meinen alten Hund/meine alte Katze noch entwurmen?
Dass man Welpen häufig und regelmäßig entwurmen muss, ist für viele einleuchtend. Wird das Tier älter, lässt der Eifer aber meist etwas nach. Insbesondere, wenn der Hund oder die Katze selbst keine sichtbaren Probleme zeigt. Das Argument, „Mein Opa hat seinen Hund auch nicht entwurmt, und der war trotzdem gesund“, zählt aber leider nicht, denn jedes Tier, das Würmer hat – egal wie alt es ist – ist nicht nur selbst davon betroffen, sondern kann auch andere anstecken.
Natürlich kann die Häufigkeit, mit der ich mein altes Tier entwurme, den veränderten Lebensumständen angepasst werden. Aber grundsätzlich muss die Frage, ob auch alte Tiere entwurmt werden sollten, mit einem klaren „ja“ beantwortet werden. Auch alte Hunde und Katzen verdienen es, wurmfrei zu leben!

Haben geBARFte Hunde häufiger Würmer?
Über die Vor- und Nachteile des BARFens wird heutzutage viel diskutiert. Fakt ist, dass die Rohfütterung für viele durchaus eine Alternative für die Ernährung ihres Tieres ist. Leider besteht bei der Fütterung von rohem Fleisch und vor allem von Innereien wie Leber und Lunge tatsächlich die Gefahr, dass sich die Tiere mit Parasiten wie Spul- und Bandwürmer oder Einzeller infizieren. Das bedeutet zwar nicht, dass man deshalb gleich grundsätzlich vom BARFen abraten sollte, aber wer roh füttert, muss Folgendes beachten: Da das Erhitzen des Fleisches beim BARFen entfällt, bleibt für ein sicheres Abtöten der Parasitenstadien nur die Möglichkeit, das Fleisch vor dem Verfüttern mindestens für eine Woche bei -17 bis -20 °C einzufrieren. Lässt sich dies nicht einrichten oder ist man sich nicht sicher, ob das gekaufte Futter entsprechend behandelt wurde, sollte das Tier aufgrund des erhöhten Risikos alle sechs Wochen gegen Spul- und Bandwürmer entwurmt werden. Ein Restrisiko bleibt allerdings bestehen: Gegen eventuell übertragene Einzeller hilft die Entwurmung nicht!

Neugierig? Zur kostenfreien Bestellung der Tierhalterbroschüre kommen Sie hier. Diese ist ideal dafür geeignet, für interessierte Halter ins Wartezimmer gelegt zu werden.