Diskussion | Vergütung 24.10.2017

Wie viel sollten angestellte Tierärzte verdienen?

Die Diskussion um eine angemessene Vergütung angestellter Tierärzte ist im vollen Gange. Empfehlungen gibt es inzwischen von der Bundestierärztekammer, dem bpt sowie vom Bund angestellter Tierärzte.

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Nachdem der seit 15 Monaten bestehende Bund angestellter Tierärzte (baT) in Dortmund 3.500 Euro Einstiegsgehalt für angestellte Tierärzte forderte, hat der Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt) nachgezogen. Der vom "Arbeitskreis angestellter Tierärzte" empfohlenen Erhöhung der Gehälter um zehn Prozent stimmte die Mitgliederversammlung des Bundesverbandes praktizierender Tierärzte auf dem diesjährigen bpt-Kongress in München mit großer Mehrheit zu. Somit empfiehlt der bpt nun ein Einstiegsgehalt von 2.420 Euro, also rund 200 Euro mehr als die 2012 festgelegten 2.200 Euro. Saftige 1.100 Euro liegen damit immer noch zwischen den Forderungen des alteingesessenen Verbandes und des neuen Vereins.

Einigkeit besteht darin, dass nach einer Einarbeitungszeit von sechs Monaten wiederum eine Gehaltssteigerung nötig sei, wobei der baT 3.860 Euro anstrebt, während der bpt auf lediglich 2.860 Euro erhöht.

Kritik gab es in München: So sei die Forderung "aufmerksamkeitsheischend" und "unrealistisch". Praktiker finden die Forderungen des BaT kaum umsetzbar, da es Anfängern an First-Day-Kompetenzen fehle. Der BaT vermeldet hingegen seinen ersten Messeauftritt als "vollen Erfolg" und spiegelt zurück, dass die Erhöhung der Gehaltsempfehlungen wenig Beachtung in den Gesprächen fand "da hier die Arbeitnehmer beinahe einhellig die Erhöhung als zu niedrig erachteten".

Die Bundestieräztekammer lässt ihre vor sieben Jahren aufgestellten Empfehlungen von 2.600 Euro mit einer Steigerung auf 3.048 Euro im siebten Monat stehen.

Es bleibt spannend.