COVID-19 | Fragen und Antworten 17.03.2020

Corona - wo finde ich als Tierarzt Infos?

Fast stündlich ploppen neue Push-Nachrichten auf dem Smartphone auf. Doch wo finde ich die relevanten Nachrichten für meine Berufsgruppe, Landwirte und Tierhalter? Eine Linkliste.

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Auch für Tierärzte kann die Corona-Krise zu einer wirtschaftlichen Bedrohung werden. Derzeit sind noch viele Fragen offen. Folgende Punkte gelten aktuell (Stand: 17.03, 15 Uhr):

  • Laut einer Medienmitteilung der Schweizer Gesellschaft für Tierärzte bleiben Tierarztpraxen geöffnet, beschränken sich jedoch auf die Grundversorgung und zwingend notwendige Behandlungen. Der Notfalldienst läuft weiter.
  • Um die tierärztliche Arbeit sei es am Tier, in der Seuchenbekämpfung oder der Lebensmittelsicherheit aufrecht zu erhalten, müssen Tierärzte und TFAs und zu den systemrelevanten Berufen gezählt werden sowie flexible Quarantäneregelungen analog zur Humanmedizin durchgesetzt werden. Ein Brandbrief an Julia Klöckner ist gestern von den großen Tierärzteverbänden und dem Deutschen Tierschutzbund auf den Weg gebracht worden. Ebenso sollen Hygienerichtlinien zum Umgang mit SARS-CoV-2 in Tierarztpraxen, landwirtschaftlichen Betrieben und Tierheimen erarbeitet werden.
  • Kinderbetreuung: Aktuell liegt laut Information der Tierärztekammer Niedersachsen eine ministeriale Bekundung vor, nach der eine generelle Berücksichtigung aller Tierärzte/Tierärztinnen bei der Kinder-Notbetreuung als eher unrealistisch angesehen wird. So seien gewisse Einschränkungen beim Praxisbetrieb (z.B. reduzierte Öffnungszeiten), insbesondere in den Kleintierpraxen eher nicht als systemrelevant einzustufen. Praxen, die Haustierbestände betreuen, wären möglicherweise mit Blick auf den Einzelfall anders zu beurteilen.
  • Tierärzte sollten ihren Praxisalltag umstrukturieren (Umstellung auf reineTerminsprechstunde, kein Kontakt von Früh-und Nachmittagsschicht, intensive Desinfektion vin Kontaktflächen zwischen Schichten, Entgegennahme des Tieres ohne Besitzerkontakt) und darüber informieren, wie sich Patientenbesitzer zu verhalten haben. Dies kann beispielsweise über Social Media oder die Praxiswebsite kommuniziert werden.
  • Bei behördlich angeordneter Quarantäne greift das Infektionsschutzgesetz. Die Entschädigungszahlungen variieren von Bundesland zu Bundesland. Betriebsunfallversicherungen greifen nur, wenn eine Quarantäne mitversichert ist. Wenn 10 Prozent der Mitarbeiter vom Arbeitsausfall betroffen sind, besteht die Möglichkeit, Kurzarbeitergeld zu beantragen.

Weitere Informationen zum Corona-Virus finden Sie...

Ebenso gibt es zahlreiche Blogs, die sich mit dem Thema beschäftigen. Tierärzte sollten die Chance ergreifen ihre Patientenbesitzer selbst zu informieren, bevor es Tierhalterforen tun. Folgendes Vorgehen hat sich in Pferdekliniken etabliert.