Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift 28.05.2020

Culling dogs to control rabies in Uganda – an example of moral distress for a veterinary officer

Das Keulen von Hunden zur Tollwutbekämpfung in Uganda – ein Beispiel für moral distress einer Amtstierärztin

Summary
Domestic dogs are the main source of human rabies deaths – approximately 60,000 annually occurring mostly in Africa and Asia. The World Health Organisation and its partners declared “zero human deaths due to canine rabies by 2030” as a strategic goal.
In the context of rabies control, an ethical case scenario from the perspective of a veterinary officer in Uganda is presented. A practice-oriented tool, Ropohl’s responsibility checklist, is applied to structure the individual responsibility of the veterinary officer according to the six core questions. This ethical deliberation was performed in a workshop following a participatory approach. Based on the ethical deliberation it becomes evident, that the case scenario could be potentially described by moral distress.
We suggest that a better understanding of personal responsibility, including its extent and its limits, would help veterinary officers to better cope with difficult and challenging situations.

Keywords
veterinary ethics, responsibility, ethical dilemma, culling of dogs, Ropohl

Zusammenfassung
Jedes Jahr sterben ungefähr 60.000 Menschen an Tollwut, die meisten davon in Afrika und Asien. Haushunde gelten hierbei als Hauptüberträger. Erklärtes Ziel der WHO und anderer Organisationen ist es, dass im Jahr 2030 keine Menschen mehr an Hundetollwut sterben.
Anhand der Tollwutbekämpfung wird ein ethisches Fallbeispiel aus der Perspektive einer Amtstierärztin in Uganda beschrieben. Die persönliche Verantwortung der Amtstierärztin soll mithilfe eines ethischen Tools, der Verantwortungsmatrix von Ropohl, bestehend aus sechs Kernfragen, geklärt werden. In einem Workshop mit einem partizipativen Ansatz wurde die ethische Beurteilung des Fallbeispiels durchgeführt. Dabei wird deutlich, dass es sich in diesem Fall möglicherweise um moral distress handeln könnte.
Wir gehen davon aus, dass ein besseres Verständnis der eigenen Verantwortung – einschließlich ihrer Größe und ihrer Grenzen – Amtstierärzte und Amstierärztinnnen darin unterstützen kann, besser mit belastenden und herausfordernden Situationen umzugehen.

Schlüsselwörter
Veterinärethik, Verantwortung, ethisches Dilemma, Keulen von Hunden, Ropohl

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