Fachzeitschriften Fortbildungsartikel 16.11.2009

Dermatophytosen sicher diagnostizieren und die Zoonosegefahr verringern



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Zusammenfassung
Die Diagnostik von Dermatophytosen der Haus- und Nutztiere ist in der Regel nicht ausschließlich aufgrund des klinischen Bildes bzw. der Symptomatik möglich. Die klinische Symptomatik und die möglichen Reaktionsmuster des Organismus hängen von einer Vielzahl von Faktoren ab, wie Pilzspezies, Virulenz des Stammes, Wirtsorganismus und immunologische Reaktionslage des Wirtes. Neben der allgemein bekannten Bedeutung der zoophilen Dermatophyten als Zoonoseerreger sollte im Rahmen der Anamnese auch die seltenere Möglichkeit der Übertragung anthropophiler Dermatophyten auf den vorgestellten Patienten in Betracht gezogen werden. Die mykologische Diagnostik umfasst den Einsatz der Wood-Lampe, den direkten Nachweis der Pilzelemente im Kaliumhydroxid-(KOH-)Präparat, die mykologische Kultur und die Hautbiopsie, wobei Letztere nicht zu den Standardmethoden gezählt werden soll. Auf die unterschiedlichen diagnostischen Verfahren und die möglichen Fehlerquellen wird nachfolgend detailliert eingegangen. Zielsetzung der Therapie ist es, eine möglichst hohe klinische und mykologische Heilungsrate der betroffenen Patienten zu erreichen. Sowohl bei der Behandlung der Patienten als auch bei der immer erforderlichen Umgebungsdesinfektion sollte eine Beschränkung auf wissenschaftlich etablierte Behandlungsmaßnahmen und zugelassene bzw. geprüfte Produkte erfolgen. Die Beachtung der diagnostischen Grundlagen und der drei Säulen der Therapie (topikal, systemisch und Umgebungsdesinfektion) ist die Vorrausetzung für eine effektive Reduzierung des Zoonoserisikos.

Schlüsselwörter:
Dermatophytose, Pathogenese, Immunologie, Zoonose, mykologische Diagnostik


Summary
Reliably diagnosing dermatophytoses and reducing the risk of zoonosis
The diagnosis of dermatophytoses in domestic and farm animals is generally not possible purely on the basis of clinical presentation or symptoms. The clinical symptoms and the body’s possible response patterns depend on a variety of factors such as fungal species, strain virulence, the host and the host’s immunological response. In addition to the generally known importance of zoophilic dermatophytes as zoonotic pathogens, the less common possibility of the transmission of anthropophilic dermatophytes should be considered in the patient’s previous history. Mycological diagnostic procedures include the use of a Wood’s lamp, the direct detection of fungal elements in a potassium hydroxide preparation, mycological culture and skin biopsy, although the latter should not be considered a standard procedure. The different diagnostic methods and the potential sources of error are examined in detail in the paper. The objective of therapy is to obtain the highest possible clinical and mycological cure rate in affected patients. Both the treatment of patients and the invariably necessary environmental disinfection should be restricted to established scientific treatment measures and licensed or tested products. Compliance with diagnostic principles and the three pillars of therapy (topical, systemic and environmental disinfection) is the prerequisite for effectively reducing the risk of zoonosis.

Keywords:
dermatophytosis, pathogenesis, immunology, zoonosis, diagnosis

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