Pferd | Kaufuntersuchung 20.12.2017

Die Röntgenklassen sind abgeschafft

Die Gesellschaft für Pferdemedizin e.V. hat den Röntgen-Leitfaden (2018) herausgegeben.

 - 
Foto: Kseniya Abramova - Fotolia.com

Die Bundestierärztekammer begrüßt den neuen Leitfaden und die Tatsache, dass die Klinik gegenüber den Röntgen-Ergebnissen wieder mehr Gewicht bekommen soll. Durch die frühere Einteilung in schulnotenähnliche Röntgenklassen sei es oft zu einer Überbewertung des Röntgenbefundes gekommen.
Das soll mit dem neuen Leitfaden ein Ende haben: „Die gängige Praxis, Pferde mit einer Röntgenklasse über II abzuqualifizieren, obwohl nach tierärztlicher Gesamtbeurteilung dafür kein Grund besteht, wird damit beendet“, erklärt Prof. Dr. Karsten Feige, Vorsitzender des Ausschusses für Pferde der Bundestierärztekammer (BTK) und Präsident der GPM. Abweichende Befunde sollen nun vom Tierarzt beschrieben werden.

Risikoorientiert röntgen
„Wir unterscheiden dabei genau zwischen Befunden, bei denen beispielsweise das Risiko einer späteren Lahmheit nicht zuverlässig eingeschätzt werden kann und solchen, die tatsächlich mit einem Lahmheitsrisiko behaftet sind“, erläutert Feige. Als Beurteilungsgrundlage dienen 18 Standard-Aufnahmen, vier mehr als bisher. So wird in Zukunft zum Beispiel die Aufnahme „vordere Zehe seitlich“ auf zwei Bilder aufgeteilt, was eine bessere Beurteilbarkeit der drei relevanten Gelenke zulässt. red