Fütterung | Hund 27.11.2017

Hauptsache getreidefrei!

Getreide ist unter Tierhaltern als Allergieauslöser Nummer eins bekannt. Wir erklären, warum auch die Fütterung großer Fleischmengen nicht ohne ist.

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Foto: DREIDREIEINS - Fotolia.com

Der Hund kratzt sich, hat rote Stellen und aufgekabberte Pfoten? Das kann nur das Getreide sein! In den Köpfen von Tierbesitzern sind Weizen und Co. immer mehr als Krankmacher verschrien. Dabei existiert keine Studie, die belegt, dass Getreideeiweiße häufiger allergen sind als Fleischeiweiße.

Warum auch ein hoher Fleischkonsum vor allem auch ökologisch bedenklich ist, hat eine amerikanische Studie gezeigt. Bei den Untersuchungen von Gregory Okin der University of California kam heraus, dass 25 % der in Amerika verzehrten Kalorien aus tierischer Produktion auf das Konto der dort lebenden Katzen und Hunde gehen. Dies verursacht in zweierlei Hinsicht Probleme:

... 1. ökologischer Art: Da die Nachfrage nach Premiumfutter mit hohem Fleischanteil stark zunimmt, müssen immer mehr Tiere gemästet werden - dies verbraucht nicht nur viele Ressourcen wie Wasser, Energie und Fläche, sondern produziert auch eine große Menge an Treibhausgasen. Odkins führt eine Gesamtmenge von 64 Tonnen/Jahr durch Rinder an. Die Folge: Co2 und Methan befeuern den Treibhauseffekt und damit den Klimawandel.
... 2. ernährungsphysiologischer Art: Getreide, welches für die Fütterung von Masstieren verwendet wird, könnte auch der menschlichen Ernährung zugute kommen. Odkin rechnet vor: Würde der Anteil der aus der Tierproduktion stammenden Kalorien in der Ernährung der amerikanischen Hunde und Katzen um ein Drittel vermindert, würde diese Menge den Ernährungsbedarf von über 5 Millionen Menschen decken.

Diese durchaus beachtlichen Zahlen können auch in der Argumentation gegenüber dem Besitzer genutzt werden. Einen Artikel zum Thema finden Sie auch auf dem Blog von Ralph Rückert.. Ob eine getreidefreie Fütterung bei der Behandlung von Epileptikern Sinn macht, können Sie hier nachlesen.

Falls Sie einen Ratgeber für Patientenbesitzer suchen, der mit weiteren Ernährungsmythen aufräumt, können wir Ihnen unseren kostenfreien Ratgeber "Wahr oder falsch: Ernährungsmythen von Hund und Katze" ans Herz legen.