Ausstellung | München 11.12.2019

Wie der Herr, so das Gescherr?

Die Ausstellung „Treue Freunde“ im Bayerischen Nationalmuseum München widmet sich einer ganz besonderen Beziehung: nämlich der von Hunden und ihren Besitzern.

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Foto: Bastian Krack; Dr. Paul und Diana Tauchner, München.

„Menschen küssen ihre Hunde häufiger als ihren Partner“, so das Ergebnis einer Umfrage eines US-amerikanischen Futterherstellers. Rund die Hälfte der Vierbeiner darf mit ins Bett und in 94 Prozent der Fälle werden die Tiere als „beste Freunde“ betitelt. Die Beziehung zwischen Hund und Mensch − sie ist oft mehr als innig, gibt Halt und bereitet Spaß, doch kann auch Kummer machen, zum Beispiel wenn das Tier stirbt oder im Alltag schwierig ist. Viele prominente Persönlichkeiten sind ebenfalls auf den Hund gekommen, man erinnere nur den 2005 ermordeten Modezaren Rudolph Mooshammer, der stets mit seiner Yorkshireterrier-Hündin Daisy auf dem Arm auftrat. In der bayerischen Hauptstadt, wo der Designer zu Lebzeiten eine Boutique betrieb, findet nun die Ausstellung „Treue Freunde. Hunde und Menschen“ statt. Mehr als 200 Werke unterschiedlichster Gattungen, darunter hochrangige Arbeiten der bildenden Kunst und spektakuläre Zeugnisse der Alltagskultur, sollen dem Besucher das uralte wechselvolle Mensch-Tier-Verhältnis in seinen verschiedenen Facetten vor Augen führen. Leihgaben aus internationalen Museen und Sammlungen sowie kaum bekannte Kunstwerke des Bayerischen Nationalmuseums eröffnen ein breites Spektrum von der Antike bis zur Gegenwart. Neben Mooshammer gibt es weitere prominente Hundehalter wie die Queen, Sisi und David Bowie zu sehen, ebenso können Zeichnungen von Loriot und Rudi Hurzlmeier oder eine Pudel-Diamantbrosche von Grace Kelly begutachtet werden. Lisa-Marie Petersen

Infos zur Ausstellung:
Die Ausstellung läuft bis April 2020. Eintritt 12 Euro, ermäßigt 8 Euro, Besucher unter 18 Jahren freier Eintritt.
Weitere Infos und das begleitende Programm finden Sie hier.