ITIS | Schmerzerkennung 10.10.2017

Ins Gesicht geschrieben

Bei leidenden Tieren verändert sich die Gesichtsmimik. Schmerzgesichts-Skalen erfassen diese Veränderungen und können so dabei helfen, Schmerzen zu quantifizieren.

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Die ersten Schmerzgesichts-Skalen für Labornager wurden 2010 entwickelt und haben sich seitdem unter experimentellen Bedingungen als gute ergänzende Maßnahme zur Schmerzerkennung erwiesen. Schmerzgesichtsskalen erfassen Aktionen von Gesichtsmuskeln als sogenannte „facial action unit“ (FAU) und ordnen sie verschiedenen Schmerzintensitäten zu.

Anhand von tierartspezifisch unterschiedlichen Merkmalen wie der Position der Ohren, dem Blick oder der Anspannung bestimmter Teile der Gesichtsmuskulatur können Schmerzen erkannt und quantifiziert werden. In den letzten Jahren sind Schmerzgesichts-Skalen für eine Reihe von Haus- und Nutztieren entstanden. Damit werden sie auch für praktizierende Tierärzte als Werkzeug zur Schmerzerkennung spannend.

Lara Twele hat für die Initiative tiermedizinische Schmerztherapie und Der Praktische Tierarzt einen Artikel zur Entstehung und aktuellen Entwicklung der Schmerzgesichts-Skalen in der Tiermedizin geschrieben. Sie gibt auch eine tabellarische Übersicht der Skalen für verschiedene Tierarten. Auf www.i-tis.de können Sie den kompletten Artikel kostenfrei lesen.

Die Arbeit der Initiative tiermedizinische Schmerztherapie wird von Sponsoren aus der veterinärmedizinischen Pharma- und Futtermittelindustrie engagiert begleitet und ermöglicht. Im Jahr 2017 wird ITIS unterstützt von Boehringer Ingelheim, CP-Pharma, Elanco Animal Health, Merial, ROYAL CANIN, Vétoquinol, Zoetis und der WDT.