Der Praktische Tierarzt 30.06.2019

Laryngotracheales Plattenepithelkarzinom bei einer Warmblutstute

Laryngotracheal squamous cell carcinoma in a mare

Zusammenfassung
In dem vorliegenden Bericht wird der seltene Fall eines laryngotrachealen Plattenepithelkarzinoms bei einer 32-jährigen Warmblutstute beschrieben. Die Stute wurde mit dem Vorbericht von seit Wochen zunehmenden Atembeschwerden, Husten und übel riechendem Maulgeruch vorgestellt. Die klinische Untersuchung ergab eine mittelgradige Dyspnoe, einen hochgradigen in- und exspiratorischen laryngealen Stridor und eine auffällige Umfangsvermehrung auf der linken Halsseite kranioventral in Nähe des Kehlkopfs. Eine bildgebende Untersuchung mittels Röntgen und Endoskopie der Atemwege ergab im Bereich der Trachea und des Kehlkopfes eine umfangreiche und röntgendichte Zubildung bei gleichzeitiger penetrierender Gewebedestruktion der Trachea und Entzündungssymptomen. Die Stute wurde aufgrund ihres hochgradig gestörten Allgemeinbefindens und der äußerst ungünstigen Prognose quoad vitam euthanasiert. Die entsprechend der klinischen und bildgebenden Untersuchungsergebnisse gestellte Verdachtsdiagnose auf Vorliegen eines Plattenepithelkarzinoms konnte postmortal mittels pathohistologischer Untersuchung bestätigt werden.

Schlüsselwörter
Pferd, Plattenepithelkarzinom, Luftröhre, Kehlkopf, Neoplasie

Summary
The following case report describes a rare case of laryngotracheal squamous cell carcinoma in a 32 year old warmblood mare. The patient had a history of difficulty in breathing increasing over the last weeks, coughing and malodorous breath. The clinical examination concluded that the mare suffered from a moderate dyspnoea, a severe inspiratory and expiratory laryngeal stridor and an obvious swelling on the left side of the neck, cranioventral, near the larynx. Additional examinations of the respiratory tract, using radiography and endoscopy, resulted in the observation of an extensive and destructive mass in the laryngeal and tracheal region that penetrated the inflamed tracheal wall. As a result of the mare’s severely deteriorated general condition and an extremely unfavourable quoad vitam prognosis, based on the type and extent of the observed abnormalities, the mare was euthanised. The postmortem pathohistological examination confirmed the suspected diagnosis of squamous cell carcinoma, originally based on the clinical and imaging examinations.

Keywords
horse, squamous cell carcinoma, trachea, larynx, neoplasia

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