Klima | Umweltschutz 31.12.2019

Musik für die Korallen und Adé Plastikfolie

Think green: Wie künstliche Klangwelten zur Riff-Regeneration beitragen und warum Der Praktische Tierarzt ab Januar umweltfreundlicher wird, erfahren Sie hier.

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Foto: MEV Verlag GmbH, Germany

Korallen helfen
Korallenriffe besitzen weitreichende Bedeutung in den komplexen Beziehungen der marinen Lebewesen. Doch diese kostbaren Ökosysteme sind extrem bedroht. Hitzewellen in der Unterwasserwelt lassen Korallen immer häufiger absterben. Die komplexen Lebensgemeinschaften in den Riffen erholen sich davon nur sehr langsam. Zahlreiche Forscher beschäftigen sich damit, wie die Regeneration gefördert werden kann. Eine günstig zusammengesetzte Gemeinschaft aus Fischen, erklärt Tim Gordon von der University of Exeter, sei ein wichtiger Faktor. Diese Bewohner reinigen das Riff und tragen dazu bei, dass Korallen erneut Fuß fassen können.
Allerdings sind geschädigte Riffe höchst unattraktiv für junge Fische. Es ist einfach zu leise. „Gesunde Korallenriffe sind ausgesprochen laute Orte – das Knistern von Krabben, das Knurren von Fischen und mehr Klänge bilden eine bunte biologische Geräuschkulisse“, erklärt Co-Autor Steve Simpson.

Klangwolke fürs Riff
So kamen die Forscher auf die Idee, diesen Klangteppich künstlich zu erzeugen. Der Erfolg erstaunte sie: Die optimierte Geräuschkulisse verdoppelte die Gesamtzahl der zuziehenden Fische in den Versuchsarealen. Sie siedelten sich dort auch dauerhaft an. Akustische Maßnahmen könnten somit zu einem interessanten Element für das Riff-Management auf lokaler Basis werden, so die Forscher.
„In Kombination mit der Wiederherstellung von Lebensräumen und anderen Erhaltungsmaßnahmen könnte der Wiederaufbau von Fischgemeinschaften auf diese Weise die Wiederherstellung der Ökosysteme beschleunigen“, sagt Co-­Autor Andy Radford von der University of Bristol.

Plastik adé
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