Mastpute | Vakzine 30.08.2018

Newcastle Disease: Was können Vektorimpfstoffe leisten?

Laut Geflügelpestverordnung besteht gegen die anzeigepflichtigeTierseuche Impfpflicht. Eine aktuelle, frei zugängliche Studie hat untersucht, ob Vektorimpfstoffe in Mastputenbeständen eine Alternative zu gängigen Lebendvakzinen sind.

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Derzeit werden Puten mit ND-Lebendimpfstoffen immunisiert - eine Methode, die jedoch keine lang anhaltende Immunität am Ort des Erregereintritts induziert, weshalb die Tiere regelmäßig nachgeimpft werden müssen. Wissenschaftler haben nun eine alternative Methode mit Vektorimpfstoffen erprobt.

Vektorimpfstoffe entstehen dadurch, dass in das Erbgut eines infektionsfähigen Virus fremde Erbinformation, z.B die eines anderen Virus, Bakteriums oder Einzellers eingebaut wird. Das zusätzliche Gen bewirkt im Vektorvirus die Expression eines Virusproteins und provoziert im Wirt die Produktion von Antikörpern gegen dieses Protein. Im Falle der Untersuchung von Henning Weiß und Kollegen wurde ein Glykoprotein aus einem ND-Virus in ein als Vektor dienendes Putenherpesvirus (HVT) inkludiert. Die Imfpung der Mastputen erfolgte einmalig am ersten Lebenstag und das Forscherteam beurteilte Produktionsparameter sowie Serologie in zwei aufeinanderfolgenden Mastdurchgängen.

Fazit: Der Impfstoff zeigte sich als gut verträglich und bis zum Zeitpunkt der Schlachtung waren positive Antikörper(AK)-Titer nachweisbar. Damit kann gesagt werden, dass die Impfung mit einem HVT-ND-Impfstoff in der Mastputenhaltung eine gute Alternative zur herkömmlichen Impfung mittels Lebendimpfstoffen darstellt. Neben den genannten technischen Aspekten sind besonders die resultierende Arbeitserleichterung und die Entzerrung des Impfprogramms hervorzuheben.

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