COVID-19 | aktuelle Entwicklung 26.03.2020

Newsticker Corona: Von Soforthilfen bis Systemrelevanz

Laut der Tierärztekammer Berlin werden Tierärzte, Tierpfleger und TFAs nun zu den systemrelevanten Berufen gezählt, Soforthilfen verspricht die Tierärztekammer Niedersachsen.

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Foto: Andres Rodriguez/Fotolia.de

Jede Tierarztpraxis und tierärztliche Klinik geht etwas anders mit der Corona-Panedmie um, fest steht, dass es weiter gehen muss. Laut Aussage der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner werden Tierärzte und Tierpfleger nun auch zu den systemrelevanten Berufen gezählt. Unabhängig von der Entscheidung des Bundeslandwirtschaftsministerium hat auch die EU-Kommission die Tiermedizin als systemrelevant eingestuft. Genaueres zu TFAs und der Not-Betreuung von Kindern finden Sie in der Stellungnahme der Berliner Tierärztekammer.

Soforthilfen sichert die Tierärztekammer Niedersachsen ihren Tierärzten zu: So können Soloselbständige, Kleinst- und Kleinunternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten über die Niedersächsische Förderbank einen einmaligen Liquiditätszuschuss von bis zu 20.000 Euro beantragen. Dieser gilt zusätzlich zum noch ausstehenden Bundeszuschuss. Weitere Informationen zu Kurzarbeitergeld, Entschädigungen und Steuererleichterungen finden Sie hier.

Auf dem Blog der Minijob-Zentrale gibt es darüber hinaus unbürokratische Hilfe für alle Arbeitgeber, denen Zahlungsrückstände Bauchschmerzen bereiten.

Für freiwillig gesetzlich krankenversicherte Selbstständige gilt eine erleichterte Stundung für Sozialversicherungsbeiträge. So sollen die Nachweise unbürokratisch und ohne Sicherheitsleistungen erfolgen. Auf Stundungszinsen, Säumniszuschläge und Mahngebühren werde verzichtet. Vorrang vor der Stundung soll allerdings die Nutzung anderer Hilfsmaßnahmen wie Kurzarbeitergeld und Fördermittel haben.

Weiterhin läuft die Beprobung von Corona-Verdachtspatienten auf Hochtouren. Das Robert-Koch-Institut hat bereits angeboten, dass veterinärmedizinische Labore die überlasteten Humaneinrichtungen unterstützen könnten. Obwohl dies täglich bis zu 1200 mehr Tests möglich machen könnte, wird das Angebot noch nicht genutzt, wie der bpt mitteilt. Es scheint, als sei die Abrechnung mit den Kassenärztlichen Vereinigungen schwierig.