Fortbildung| Pfote 09.08.2019

Tumor oder Entzündung?

Neoplastische und entzündliche Läsionen der Phalangen, Interphalangealgelenke und der Weichteile stellen in ihrer Differenzierung eine Herausforderung dar. Eine Hilfestellung leistet unser frei zugänglicher Fortbildungsartikel.

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Foto: Kleintierklinik der LMU München

Verletzungen und Erkrankungen der Zehen und Krallen bei Hunden und Katzen sind häufig und oft eine diagnostische und therapeutische Herausforderung. Für die korrekte Diagnosestellung sind eine gute Anamnese, sorgfältige klinische Untersuchungen sowie angemessene begleitende Diagnostik notwendig. Symptome digitaler Neoplasien sind häufig eine prominente Schwellung der betroffenen Zehe oder Phalanx, akuter oder chronischer Schmerz und eine damit assoziierte Lahmheit, Paronychie sowie ulzerative destruktive Läsionen an den Zehen. Oftmals treten sie auch als rezidivierende Wunden auf, hinter denen ursächlich ein Trauma vermutet wird. Durch die initiale Behandlung dieser Verdachtsdiagnose wird die zugrunde liegende Neoplasie in vielen Fällen erst spät diagnostiziert. Röntgenbilder der betroffenen Zehe zeigen oft eine Osteolyse, welche allerdings noch nicht als diagnostisch für ein neoplastisches Geschehen angesehen werden kann. Allein adspektorisch lässt sich in der Regel keine Diagnose stellen und auch Feinnadel­aspirationen sind häufig nicht aussagekräftig. Das beste diagnostische Ergebnis wird durch exzisionelle Biopsie, also Amputation der Zehe, sowie die histopathologische Untersuchung erreicht.

Welche Neoplasien an der Pfote häufig sind, wie diese von einer Entzündung zu unterscheiden sind und wie Sie im Detail vorgehen können, können Sie in unserem frei zugänglichen Fortbildungsartkel von Imken Henze nachlesen.