Angstverhalten | Studie 04.05.2018

Wenn Geräusche weh tun

Eine Studie der Universität Lincoln hat gezeigt, dass Schmerzen eine Geräuschangst bei Hunden verschlimmern können.

 - 
Foto: Eric Isselée - stock.adobe.com

Jeder kennt das Gefühl der Anspannung in stressigen Momenten oder Angstsituationen. Auch Hunde mit Geräuschangst, die bei einem lauten Knall zusammenzucken, spannen in der Schrecksekunde die Muskulatur an. Patienten, die zusätzlich unter einer muskuloskeletalen Erkrankung oder sonstigen Beschwerden leiden, können diese Anspannung als schmerzhaft empfinden und ihr Leid mit der Angst verknüpfen. Geräusche sind nicht nur zum Fürchten, sie tun auch noch weh!

Bei Angst an Schmerzen denken
Wissenschaftler der Universität Lincoln, die gemeinsam mit brasilianischen Kollegen die Zusammenhänge zwischen muskuloskeletalen Schmerzen und Geräusch­angst untersucht haben, sprechen aus diesen Gründen eine klare Empfehlung aus: Jeder verhaltensauffällige Hund sollte vor Beginn der Therapie routinemäßig auf schmerzhafte Prozesse untersucht werden. Eine interessante Erkenntnis der Untersuchung war zudem, dass Hunde mit diagnostizierten muskuloskeletalen Erkrankungen ihre Geräuschangst in höherem Alter entwickelten, vermutlich als die Schmerzen manifest wurden. Auch ihre Angstsymptome waren breiter gefächert – häufig wurde
z. B. Meideverhalten gezeigt. Da die Behandlung der Schmerzen bei allen Patienten auch zu einer Verbesserung des Problemverhaltens führte, sollten auch Besitzer unbedingt für die Problematik sensibilisiert werden.  lp

Zur Originalveröffentlichung kommen Sie hier.