Ostern | Eiersuche 31.03.2018

Wie der Hase zum Osterei kam

Zum Osterfest versteckt Meister Lampe die Eier. Wie kam es eigentlich dazu?

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Für die Erkenntnis, dass Hasen keine Eier legen, braucht es kein Tiermedizinstudium. Trotzdem, so lernt jedes Kind, ist Meister Lampe für das Verstecken der bunten Ostereier zuständig. Wieso eigentlich? Über die Verbindung von Hase und Ei gibt es unterschiedliche Überlieferungen. Eins haben die Langohren und das Ei gemeinsam: Beide symbolisieren die Fruchtbarkeit. So bekommen die fleißigen Rammler im Frühjahr viele Junge. In der Mythologie werden sowohl der griechischen Liebesgöttin Aphrodite als auch der germanischen Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Ostera ein Hase als heiliges Tier zugeordnet.

Ebenso gibt es die Theorie vom misslungenen Osterbrot: So sei ein Osterlamm als Osterhase gedeutet worden, weil es sich im Backofen verformt habe. Im Weltlichen wurden darüber hinaus am Gründonnerstag die Schulden eingetrieben und – so sagt man – bezahlten Schuldner ihre Gläubiger häufig mit Hasen und Eiern. In Kirchen wie dem Paderborner Dom und auch auf bemalten Ostereiern früherer Zeit findet sich zudem das Dreihasenbild. Die abgebildeten Tiere stehen darauf so zueinander, dass ihre Ohren jeweils einem der benachbarten Hasen mit zu gehören scheinen. Es verdeutlicht die Dreifaltigkeit und hat den Hasen zum Osterhasen gemacht. Laut einem alten Züricher Brauch ist die Verbindung von Hase und Ei eh klar: So scheuchten nach Eiern suchende Kinder häufiger Hoppler als Hennen auf. Die Eltern erklärten ihren Sprösslingen daraufhin, die Hasen hätten die Eier ins Gras gelegt. Nicht zuletzt ist die Schokoladenindustrie an der heutigen Popularität des Osterhasen mitbeteiligt: Meister Lampe ist ein Verkaufsschlager. lp