Kleintierpraxis 14.05.2020

Zentraler Diabetes insipidus bei einer Katze – eine seltene endokrine Erkrankung

Central diabetes insipidus in a cat – an uncommon endocrine disease

Zusammenfassung
Vorgestellt wurde eine zehn Jahre alte Europäisch Kurzhaarkatze, welche seit mehreren Monaten hochgradige Polyurie und Polydipsie zeigte. Die weiterführenden Blutuntersuchungen zeigten keine Auffälligkeiten, in der Urinuntersuchung fiel eine hochgradige Hyposthenurie auf. Eine Versuchstherapie mit Desmopressin wurde begonnen. Die Urinuntersuchungen unter Therapie zeigten einen markanten Anstieg des spezifischen Gewichts, sodass sich der Verdacht eines zentralen Diabetes insipidus erhärtete. In einer MRT-Untersuchung des Kopfes zwei Monate nach Diagnosefindung konnten keine Abweichungen festgestellt werden, sodass die Ursache der Erkrankung als idiopathisch anzunehmen ist. Zwölf Monate nach Therapiebeginn zeigte die Katze keine Symptome mehr.

Schlüsselwörter
Desmopressin, idiopathisch, Polydipsie, Polyurie

Summary
A ten-year-old European shorthair cat was presented due to marked polyuria and polydipsia of several months duration. Haematology and biochemistry showed no abnormalities but there was marked hyposthenuria in the urinalysis. During a trial therapy with desmopressin there was a marked increase of urine specific gravity, which substantiated the suspicion of central diabetes. Two months after diagnosis an MRI scan of the head did not reveal any abnormalities, confirming an idiopathic form. Twelve months after starting therapy the cat did no longer showed any clinical signs.

Keywords
desmopressin, idiopathic, polydipsia, polyuria

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© M. & H. Schaper GmbH