Kleintiere | Wundversorgung 22.05.2017

Rangelei mit Wildtieren

Wenn Hunde auf Wildtiere treffen, kann es zu gefährlichen Situationen und erheblichen Verletzungen kommen. Marder oder Waschbär können zudem mit Staupe infiziert sein und Parasiten wie den Fuchsbandwurm übertragen.

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Foto: Ilona Szalisnyo

Marderhund oder Waschbär? Welcher Herumtreiber in das Gießener Revier der Hündinnen Nanu und Nele eingedrungen ist, kann nicht mehr sicher gesagt werden. Nach einem Kampf war das Wildtier schnell über alle Berge und ließ nur eine Blutspur und zwei lädierte Hunde zurück. In Deutschland sind laut Jagdstatistiken sowohl der aus China stammende Marderhund als auch der in Nordamerika beheimatete Waschbär auf dem Vormarsch. Dafür, dass die Hofbewacher auf einen Waschbär gestoßen sind, spricht, dass die Kleinbären im Bundesland Hessen stark verbreitet sind. Marderhunde besiedeln hingegen eher Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen Anhalt. Wehrhaft war der Eindringling ohne Frage, denn beide Hunde mussten nach ihrem Versuch, das Wildtier zu stellen, tierärztlich versorgt werden: Nanu hatte eine durchbissene Lefze, einen Zahnfleischabriss sowie einen eitrigen Prämolaren. Nele erlitt einen Schock. Das Bein der Mischlingshündin ist bis heute dick, und es besteht die Gefahr der Entzündung.

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Foto: Ilona Szalisnyo

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Foto: Ilona Szalisnyo

Grundsätzlich sollte bei Hunden, die im Verdacht stehen, in eine Beißerei mit Waschbär bzw. Marderhund gekommen zu sein, neben der antibiotischen Abdeckung auch der Impfschutz überprüft werden: Diese Wildtiere können mit Staupe infiziert sein. Was Parasiten betrifft, ist laut der Vetmed-Uni Wien der Marderhund als naher Fuchsverwandter häufig Träger gefährlicher Spezies wie dem Fuchsbandwurm. lp