Der Praktische Tierarzt 10.03.2009

Malignes Pleuramesotheliom bei einem 13jährigen Wallach

Das maligne Pleuramesotheliom ist beim Pferd ein sehr seltener primärer Tumor der Brusthöhle, der seinen Ausgang von den serösen Häuten, d. h. den pleuralen Deckzellen nimmt. Während in der Humanmedizin die Ursache für das maligne Pleuramesotheliom in der überwiegenden Anzahl aller Fälle in einer vorangegangenen Asbestexposition zu suchen ist, konnte die Ätiologie beim Pferd bis heute nicht geklärt werden. Da das maligne Pleuramesotheliom in der Regel mit einem starken Thoraxergusses einhergeht, ist Dyspnoe neben einer Reihe weiterer unspezifischer klinischer Anzeichen das vorherrschende Symptom. Diagnostisch sind neben der allgemeinen klinischen Untersuchung die Röntgenuntersuchung und die Sonographie wertvolle Hilfsmittel zur Darstellung des Ergusses. Die endgültige Diagnose kann aber erst mit der zytologischen Darstellung der im Erguss vorkommenden Mesotheliomzellen und / oder mit einer pathohistologischen Gewebeuntersuchung gestellt werden. Im vorliegenden Fall eines 13jährigen Trakehner Wallachs gaben ein massiver Pleuraerguss und ein linksseitiges Horner-Syndrom erste Hinweise auf ein tumoröses Geschehen. Diese Verdachtsdiagnose wurde durch die zytologische Untersuchung des Thoraxpunktates bestätigt, in welchem sich in großer Anzahl epitheloid strukturierte Mesotheliomzellen nachweisen ließen.

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