Kleintierpraxis 14.05.2018

Vergleich von transnasalem Druck und Widerstand bei brachyzephalen und normozephalen Hunden

Correlation of transnasal pressure and resistance differences to brachycephalic and normocephalic dogs

Zusammenfassung
In dieser Untersuchung wurde der Zusammenhang zwischen dem Maß der Brachyzephalie und transnasalen Druck- und Widerstandswerten ermittelt. Es wurden 64 Hunde unterschiedlicher Rassen untersucht. Von allen Tieren wurden zunächst normale Atmungskurven aufgenommen. Anschließend wurden unter Anästhesie die transnasalen Druckunterschiede in Abhängigkeit vom Luftfluss und bei Inspiration sowie Exspiration mithilfe eines modifizierten Spirometers gemessen. Die transnasalen Widerstands- (R) und Druckdifferenzen (P) wurden berechnet und auf das Körpergewicht normalisiert. Das Maß der Brachyzephalie wurde auf Röntgenbildern mithilfe des S-Index (Gesichtsschädellänge/ Hirnschädellänge) errechnet, der dann mit den spirometrischen Daten ins Verhältnis gesetzt wurde. Es wurden 24 Hunde als brachyzephal eingestuft. Diese hatten ein kleineres Körpergewicht als die normozephalen Hunde. Sowohl in Inspiration als auch in Exspiration waren die transnasalen R- und P-Werte in der Gruppe der brachyzephalen Hunde erhöht. Hieraus lässt sich schließen, dass diese Hunde für das Aufrechterhalten der Thermoregulation und für die Sauerstoff versorgung höhere transnasale Atemdrucke aufbauen müssen als normozephale Hunde. Der S-Index und hohe transnasale Druckwerte können als objektive Parameter für das brachyzephale Syndrom betrachtet werden.

Schlüsselwörter
Brachyzephalie, Dyspnoe, Spirometrie, Hund

Summary
This study correlates the degree of brachycephaly to the transnasal air pressure and resistance during inspiration and expiration. A total of 64 dogs from different breeds were investigated. Spontaneous breathing curves were recorded from all the dogs. A modified spirometer was used during anaesthesia to record transnasal pressure differences against air flow during inspiration and expiration. Transnasal resistances (R) and pressure differences (P) were calculated and normalised to the body weight. The degree of brachycephaly was assessed by the S-index (nasal length/cerebral length) measured using skull radiographs and was then compared to the spirometry data. Twentyfour dogs were classified as brachycephalic. They had a lower body weight than the normocephalic dogs. The transnasal R and P were significantly higher in the brachycephalic group, both during inhalation and exhalation. In conclusion, brachycephalic dogs must generate higher transnasal negative pressures than normocephalic dogs to regulate body temperature and to supply them with adequate oxygen. A low S-index and a high transnasal pressure may be objective parameters for determining the presence of brachycephalic syndrome.

Keywords
Brachycephaly, dyspnoea, spirometry, dog

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